Im Zusammenhang mit der beliebten Noliamässan in Umeå stellte Piteåtidningen den anwesenden Parteivorsitzenden einige Kurzfragen. Eine der Fragen betraf weißen Snus. Die Antworten zeigen wenig Interesse an einer weiteren Regulierung von weißem Snus. Es gibt keine Unterstützung für ein Eingreifen der EU in dieser Angelegenheit. Nachfolgend die Antworten, die Piteåtidningen auf seine Kurzfrage erhielt:
Sollte weißer Snus reguliert werden?
Amanda Lindh (Abgeordnete)
– Teilweise. Wir wollen aber auch sicherstellen, dass dies eine nationale Zuständigkeit ist, damit wir sie nicht an die EU abgeben.
Magdalena Andersson (S)
– Vor allem sollte die EU nicht über weißen Snus entscheiden. Das sollten wir in Schweden entscheiden.
Nooshi Dadgostar (V)
– Nein, wir sollten die bestehenden Regeln beibehalten. Aber die EU oder irgendjemand anderes sollte sich nicht einmischen.
Jimmie Åkesson (SD)
– Nein, ich glaube nicht. Wir haben keine derartigen Vorschläge.
Elisabeth Thand Ringqvist (C)
– Nein, die heutige Regelung ist ausreichend.
Die Gemäßigten wollen nicht regulieren
Andere Parteiführer waren nicht anwesend. Doch während der letzten Legislaturperiode wurden keine Maßnahmen zur Regulierung von weißem Snus ergriffen. Allerdings wurden Maßnahmen gegen die Beschränkungen anderer Länder ergriffen. Tobacco Facts berichtete, dass Außenhandelsminister Benjamin Dousa Proteste gegen Länder angeordnet hat, die Snus regulieren wollen. Das jüngste Beispiel ist Polen die ein Geschmacksverbot einführen wollen.
Gesundheitsministerin Elisabeth Lann (KD), zuständig für die Tabakpolitik, vertritt eine vorsichtigere Position. Sie hat wiederholt ihre Besorgnis über die zunehmende Verbreitung von weißem Snus unter Jugendlichen geäußert und Einschränkungen für die Aromen gefordert. Eine entsprechende Regelung konnte sie jedoch nicht durchsetzen. die Mehrheit der Christdemokraten auf diesem.
Die Vorsitzende der Liberalen Partei, Simona Mohamsson, die sich auf Schulfragen konzentriert, spricht sich gegen eine Einschränkung des Snuskonsums von Lehrkräften und anderem Schulpersonal in der Schule aus. Eine Regierungsuntersuchung hat nikotinfreie Schulzeiten vorgeschlagen, und die Gesundheitsbehörde begrüßte den Vorschlag, wünschte sich aber gleichzeitig… eine Untersuchung zur Nikotinfreiheit Auch Lehrer und andere Schulmitarbeiter äußerten sich ablehnend zu diesem Vorschlag. Die Vorsitzende der Liberalen Partei, Simona Mohamsson, lehnte ihn entschieden ab. In einem Interview mit Expressen am 22. September 2025 antwortete sie:
" Schwedens wichtigste Berufsgruppe sollte mehr Mitspracherecht im Unterricht erhalten – und nicht mit einem moralisierenden Snus-Verbot belegt werden.“ „Das Arbeitsumfeld der Lehrkräfte hat sich seit Langem verschlechtert. Es wäre taktlos, es weiter zu verschlechtern.“
