Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die mediterrane Ernährung zu den gesündesten der Welt zählt und Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und anderen schweren Krankheiten vorbeugen kann. Zu den wichtigsten Bestandteilen der mediterranen Ernährung gehören der reichliche Verzehr von Obst und Gemüse, pflanzlichen Fetten wie Oliven- und Rapsöl, viel Fisch und Nüssen sowie der Genuss von Rotwein in Maßen. Rotes Fleisch (wie Rind, Schwein und Lamm) sollte vermieden werden.
Eine der Erklärungen für die positiven Eigenschaften der mediterranen Ernährung liegt vermutlich darin, dass sie den Adiponektinspiegel im Blut erhöht. Dieses Protein wird aus dem Fettgewebe freigesetzt. Es steigert die Insulinempfindlichkeit der Zellen und wirkt Arteriosklerose und Entzündungen entgegen – Effekte, die langfristig das Krankheitsrisiko senken.
Während die mediterrane Ernährung die Adiponektinproduktion im Körper fördert, hat Rauchen den gegenteiligen Effekt. Raucher weisen im Durchschnitt niedrigere Adiponektinwerte auf, was zu den zahlreichen negativen gesundheitlichen Folgen des Rauchens beitragen kann.
Forscher der König-Saud-Universität in Riad, Saudi-Arabien, wollten untersuchen, ob eine mediterrane Ernährung die durch Rauchen bedingte Hemmung des Adiponektinspiegels umkehren kann. Die Adiponektin-Plasmaspiegel wurden in vier Gruppen gemessen: 41 Personen, die nie geraucht hatten und sich nicht mediterran ernährten, 45 Personen, die nie geraucht hatten und sich mediterran ernährten, sowie 61 Raucher und 34 Ex-Raucher, die sich ebenfalls mediterran ernährten.
Bei Nichtrauchern war der positive Effekt der mediterranen Ernährung deutlich sichtbar; sie wiesen höhere Werte des wertvollen Proteins auf. Bei Rauchern hingegen zeigte die Ernährung keine Wirkung; ihre Adiponektinwerte waren trotz mediterraner Ernährung niedrig. Ex-Raucher schnitten besser ab als Raucher, aber schlechter als Nichtraucher.
Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass eine gesunde Ernährung nicht ausreicht, um die gesundheitlichen Risiken des Rauchens zu reduzieren.
Die Studie wurde im Journal of Atherosclerosis and Thrombosis veröffentlicht.
