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Tabak- und Nikotinentwöhnung

Viele Menschen, die Tabak- und Nikotinprodukte konsumieren, möchten ihre Sucht überwinden. Vielen gelingt der Ausstieg aus eigener Kraft, während andere Medikamente und professionelle Unterstützung benötigen. Wissen ist das wichtigste Mittel, um mehr Menschen beim Rauchstopp zu unterstützen. Die Tabakkontrollkonvention besagt, dass jeder das Recht auf Information über die Folgen des Tabakkonsums hat und dass diejenigen, die aufhören wollen und müssen, das Recht auf Unterstützung dabei haben.

Die Bedeutung der Wissensvermittlung über die Folgen des Tabakkonsums

Um weniger Menschen zum Tabakkonsum zu bewegen und mehr zum Aufhören zu bewegen, ist Wissen das wichtigste Instrument. Wenn Menschen die Folgen des Tabakkonsums für ihre eigene Gesundheit und unseren Planeten besser verstehen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie mit dem Rauchen aufhören. Es gibt zudem Hinweise darauf, dass Wissen über die unlauteren Methoden der Tabakindustrie zur Kundengewinnung von Bedeutung ist. Dieses Wissen beeinflusst die Einstellung zu Tabak und die Unterstützung für Gesetze zur Tabakkontrolle.

Artikel 12 des Übereinkommens zur Eindämmung des Tabakgebrauchs besagt, dass jeder das Recht auf Information über Tabak hat. Dieses Recht ist auch in der Europäischen Menschenrechtskonvention verankert. Die Information sollte auf Forschung und nachgewiesener Erfahrung beruhen. Sie sollte alle Aspekte des Tabakkonsums umfassen, d. h. Tabakprävention, Gesundheitsrisiken, Risiken des Passivrauchens, Gesundheitsrisiken der Tabakproduktion und die Versuche der Tabakindustrie, die Tabakpolitik zu untergraben.

Es ist wichtig, dass alle Informationsbemühungen vor dem Einfluss der Tabakindustrie geschützt werden.

Die Vertragsparteien des Tabakkontrollübereinkommens, einschließlich Schweden, verpflichten sich unter anderem zu Folgendem:

  • Durch Informations- und Kommunikationsarbeit soll das öffentliche Bewusstsein für Themen im Zusammenhang mit Tabakkontrolle und Prävention gestärkt werden.
  • Es sollen breit angelegte Aufklärungsprogramme für die Öffentlichkeit entwickelt werden, die darauf abzielen, die gesellschaftliche Akzeptanz von Tabak, Tabakanbau und der Tabakindustrie zu verändern.
  • Entwicklung von Schulungsprogrammen für wichtige Kommunikationsakteure, wie z. B. Mitarbeiter im Gesundheitswesen, in sozialen Diensten und in Schulen, sowie für Politiker und andere Entscheidungsträger und Medienvertreter.

Die Beteiligung des Freiwilligensektors an der Arbeit ist stets wichtig, und hier spielen Tobacco Facts und unsere Mitgliedsorganisationen eine wichtige Rolle.

In den letzten Jahren haben Ressourcenkürzungen die Bereitstellung von Informations- und Bildungsmaterialien in verschiedenen Bereichen Schwedens eingeschränkt oder gar vollständig zum Erliegen gebracht. Dies, obwohl neue Generationen das gleiche Recht auf Wissen haben wie frühere. Solange die Tabakindustrie neue Konsumenten für Tabakprodukte gewinnt, müssen die Aufklärungsbemühungen fortgesetzt werden.

Jeder hat das Recht, Unterstützung beim Rauchstopp zu erhalten.

Nikotin macht stark abhängig, was unter anderem den Erfolg der Tabakindustrie erklärt, Menschen weltweit zum Kauf und Konsum ihrer tödlichen Produkte zu bewegen. Die meisten Raucher möchten aufhören. Auch viele Schnupftabakkonsumenten wollen aufhören. Viele schaffen den Ausstieg aus dem Tabakkonsum aus eigener Kraft, andere benötigen professionelle Unterstützung. Artikel 14 des Rahmenübereinkommens zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (FCTC) betont, wie wichtig es ist, dass jeder, der mit dem Rauchen aufhören möchte oder muss, das Recht auf Unterstützung dabei hat.

Schweden blickt auf eine lange Tradition in der Tabakentwöhnung zurück. Die nationalen Leitlinien des schwedischen Gesundheits- und Wohlfahrtsamtes für Präventionsmethoden aus dem Jahr 2011, die die Tabakentwöhnung als zentralen Bestandteil beinhalten, haben die Qualität und den Zugang zur Tabakentwöhnung deutlich verbessert.

Die nationale Beratungshotline Sluta-Röka-Linjen wurde 1998 gegründet und hat einen landesweiten Auftrag. Sie wird vom Stockholmer Landkreis betrieben und hauptsächlich vom Ministerium für Gesundheit und Soziales finanziert. Sluta-Röka-Linjen bietet kostenlose, qualifizierte Unterstützung für Menschen, die ihre Tabakgewohnheiten ändern möchten.

Die Berufsverbände gegen Tabak setzen sich für die Qualität der Tabakentwöhnungsschulungen ein und haben einen entsprechenden Diplomkurs entwickelt. Raucherentwöhnung ist auch online über mobile Apps möglich; Rökfri und Fimpaaa (letztere speziell für Jugendliche) sind kostenlose Angebote mit großer Reichweite.

Es gibt aber noch erhebliche Bereiche, in denen Verbesserungsbedarf besteht:

  • Laut Statistiken des Nationalen Gesundheits- und Wohlfahrtsamtes erhielten im Jahr 2015 lediglich zwei Prozent der Patienten in der Primärversorgung irgendeine Form von Beratung oder Unterstützung zur Raucherentwöhnung.
  • Wichtige Entwicklungsbereiche sind die Ansprache sozioökonomisch schwacher Gruppen, von Einwanderern, Kindern und jungen Erwachsenen.
  • Auch im Bereich der Tabakberatung bestehen in verschiedenen Ausbildungsangeboten des Gesundheitswesens noch immer erhebliche Mängel.

Möchten Sie mit dem Rauchen aufhören? Die Mitgliedsorganisation von Tobacco Facts, Psychologists Against Tobacco, bietet Ihnen alle notwendigen Informationen auf ihrer Website.

So machen es andere Länder.

Island, die Schweiz, der Iran und Vietnam haben Mittel aus Tabaksteuern zweckgebunden, die ausschließlich für Maßnahmen zur Tabakkontrolle wie Information, Aufklärung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Thema Tabak verwendet werden.

Norwegen und Großbritannien haben regelmäßig Massenmedienkampagnen zur Unterstützung ihrer tabakpolitischen Maßnahmen durchgeführt. Initiatoren waren die jeweiligen Staaten. Beide Länder gehören zu den Vorreitern im Kampf gegen Tabak.

Die dänische Datenbank „Rygestopbas“, betrieben von der Dänischen Krebsgesellschaft, dient der Überwachung und Erforschung der Raucherentwöhnung von Patienten. Sie existiert seit 1999. Heute sind 94 der 98 dänischen Gemeinden angeschlossen.

Die norwegische Gesundheitsdirektion hat schon mehrfach erfolgreiche Kampagnen zur Meinungsbildung durchgeführt, um das Bewusstsein der Bevölkerung für den Ausstieg aus dem Tabakkonsum und idealerweise dafür, gar nicht erst damit anzufangen, zu schärfen.

Weitere Beispiele für Maßnahmen zur Tabakprävention in anderen Ländern finden Sie im International Outlook.

Tipps für Politiker, Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitswesens, Lehrer und andere, die in Bereichen arbeiten, die mit Tabak zu tun haben!

Arbeiten Sie im Gesundheitswesen? Fordern Sie eine Schulung, wie Sie in Ihrem Arbeitsalltag am besten über Tabak und die Tabakindustrie sprechen können.

Sind Sie Lehrer/in? Wie können Sie in Ihrem Unterricht zu mehr Wissen und Diskussionen über Tabakthemen, insbesondere über die Tabakindustrie, beitragen?

Arbeiten Sie im Bereich der öffentlichen Gesundheitsplanung und -strategien? Stellen Sie sicher, dass Ihre Gemeinde, Ihr Kreistag, Ihre Region oder Ihre Kreisverwaltung über ein kontinuierliches Schulungsprogramm mit breiter Themenvielfalt, langfristiger Ausrichtung und ausreichenden Ressourcen in Bezug auf Schulung und Information für Mitarbeiter und die Öffentlichkeit verfügt.

Hier finden Sie Unterstützung beim Rauchstopp.

Es gibt Hinweise darauf, dass ein Zusammenhang zwischen Rauchen und COVID-19 bestehen könnte. Mit dem Rauchen aufzuhören ist daher eine wichtige Maßnahme, um das Ansteckungsrisiko zu verringern. Dies gilt für alle Arten von Inhalationsprodukten, also herkömmliche Zigaretten, E-Zigaretten, Tabakerhitzer und Wasserpfeifen.

Sowohl Jung als auch Alt profitieren enorm davon, jetzt mit dem Rauchen aufzuhören, da sich der Körper unmittelbar nach dem Rauchstopp regeneriert. Aufhören kann zudem ein Gefühl der Kontrolle in der aktuellen gesellschaftlichen Situation vermitteln, in der viele Menschen erkranken, denn es ist ein Weg, die eigene Gesundheit positiv zu beeinflussen.

Mit dem Rauchen aufzuhören kann schwierig sein. Deshalb ist es wichtig, sich Unterstützung zu holen. Im Folgenden finden Sie Tipps, wo Sie die benötigte Unterstützung finden können.

Hotline zur Raucherentwöhnung
Eine kostenlose Hotline für alle, die Fragen zum Thema Raucherentwöhnung haben. Sie erhalten Unterstützung per Telefon und Chat. Auch Angehörige, die jemanden beim Rauchstopp unterstützen möchten, können sich melden. Die Hotline zur Raucherentwöhnung bietet: Unterstützung in mehreren Sprachen.
Webseite der Raucherentwöhnungs-Hotline
Broschüre zum Thema Raucherentwöhnung
Kontaktdaten sind verfügbar. hier

Tabakhilfe
Die Region Jönköping hat ein digitales Tool entwickelt, mit dem Sie online eine begleitete Therapie erhalten können. Die Therapie bietet Ihnen die Möglichkeit, gemeinsam mit einem Spezialisten für Tabakentwöhnung einen auf Ihre Bedürfnisse und Möglichkeiten abgestimmten Plan zu erstellen. Die Tabakentwöhnungshilfe steht Bürgerinnen und Bürgern in ganz Schweden zur Verfügung. Wenden Sie sich an Ihr Gesundheitszentrum, um Zugang zum Programm zu erhalten.
hier Können Sie mehr lesen?

Die Smoke-Free-App
1177 bietet eine App zur Unterstützung beim Rauchstopp. Sie erhalten Hilfe bei der Strategieentwicklung und ein virtueller Coach gibt Ihnen fortlaufend konkrete Tipps und Ratschläge.
Lesen Sie mehr hier

Meine nikotinfreie Reise 
Ein digitales Unterstützungs- und Behandlungsprogramm. „Mein Weg zur Nikotinfreiheit“ ist ein digitaler Service des Gesundheitsportals 1177 Health Guide. Die Behandlung findet online statt und umfasst Informationen, Bilder, Videos und Audio-Clips. Wenden Sie sich an Ihr Gesundheitszentrum, um Zugang zum Programm zu erhalten.
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Unterstützungsmaterialien für diejenigen, die aufhören möchten
Die Organisation „Psychologen gegen Tabak“ hat viel Material zusammengetragen, das Sie beim Aufhören mit dem Rauchen unterstützen kann.
hier Sie finden das Material

Jung und wollen mit dem Rauchen aufhören?
UMO bietet Informationen für alle, die mit dem Rauchen aufhören möchten, und gibt Tipps, an wen man sich wenden kann.
Lesen Sie mehr hier

Material für all jene unter Ihnen, die in ihrer beruflichen Tätigkeit mit Menschen zu tun haben, die kündigen wollen.
Die Organisation „Psychologen gegen Tabak“ hat Material für Fachkräfte zusammengestellt, die Unterstützung bei der Raucherentwöhnung anbieten. Angesichts der aktuellen Lage benötigen möglicherweise auch andere Berufsgruppen Informationen darüber, wie sie Raucherentwöhnung am besten unterstützen können. Dies umfasst auch Leitfäden für die Betreuung von Gruppen, deren Muttersprache nicht Schwedisch ist.
hier Sie finden das Material

Auf der Website von Psychologists Against Tobacco finden Sie zahlreiche Informationen und Unterstützung für alle, die mit dem Rauchen aufhören möchten, für Angehörige und für alle, die in der Tabakentwöhnung oder -prävention arbeiten. Die Website bietet Material von vielen verschiedenen Akteuren. Sie finden dort Tipps zu Methoden, Filme, Infoblätter, Berichte und vieles mehr rund um das Thema Tabakentwöhnung.

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Die Raucherentwöhnungs-Hotline steht allen zur Verfügung, die Unterstützung beim Nikotinentzug suchen (unabhängig vom Produkt), sowie Angehörigen, die wissen möchten, wie sie jemanden beim Aufhören mit Zigaretten, E-Zigaretten oder Snus (braun oder weiß) unterstützen können. Die Hotline ergänzt die medizinische Versorgung und bietet Beratung und Wissensvermittlung.

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Thema: Unterstützung bei der Nikotinentwöhnung – damit mehr Menschen von der Sucht befreit werden können.

Nikotinfreiheit, unabhängig vom Produkt, ist ein Gewinn für den Einzelnen und die Gesellschaft. In dieser Themenreihe erfahren Sie mehr über verschiedene Aspekte der Tabakentwöhnung aus individueller und gesellschaftlicher Sicht.

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Rauchern könnte Ozempic helfen.

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